LIFESTYLE
03/05/2014 14:02 CEST | Aktualisiert 04/05/2014 21:10 CEST

Studie aus Kanada: Ungesättigte Fettsäuren im Fisch sind gar nicht gesund

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Der Fisch stinkt wohl wirklich vom Kopf her.

Essen Sie auch immer brav Ihren Fisch? Öfter als Fleisch? Mindestens ein Mal die Woche? Fisch gilt seit Jahrzehnten als gesunde Alternative zu Schweinenacken, Rindsteak und Leberwurst. Er ist reich an ungesättigten Fettsäuren, die den Cholesterin-Spiegel senken und vor Herzkrankheiten schützen sollen.

Jetzt kommt heraus: Das stimmt wahrscheinlich gar nicht. Mussten Generationen Leid geplagter Kinder die Schuppentiere umsonst herunterwürgen?

Kanadische Forscher haben nun bisherige Studien zu dem Thema gründlich geprüft und deren Ergebnisse teilweise sogar widerlegt. Die neue Studie erschien im "Canadian Journal of Cardiology".

Eskimo-Studie an allem Schuld?

Angefangen hat der Mythos vom gesunden Fett im Fisch 1971 mit einer dänischen Studie über Ureinwohner der Polarkreis-Region, die man damals noch Eskimos nannte. Die Studie schien zu belegen, dass Polarkreis-Bewohner seltener an Herzleiden erkrankten und eine besonders hohe Lebenserwartung hatten. Die Forscher glaubten, das liege an einer Ernährung mit viel Fisch.

Dass in Grönland weniger Herz- und Kreislauferkrankungen gemeldet wurden, lag aber aus heutiger Sicht eher an mangelnder medizinischer Betreuung. Die Region ist dünn besiedelt, an vielen Orten gab es gar keinen Arzt, der die Krankheiten hätte feststellen können. Aktuelle Daten zeigen, dass Polarkreis-Bewohner etwa genauso häufig an Herz- oder Kreislaufleiden erkranken wie Europäer. Und dass es sogar mehr Schlaganfälle gibt. Außerdem haben sie eine um zehn Jahre kürzere Lebenserwartung als die Dänen.

Fett ist Fett

"Angesichts des schlechten Gesundheitszustands der Inuit ist es bemerkenswert, dass die Forscher, statt ihre Ernährung als gesundheitsgefährend zu bezeichnen, eine Behauptung konstruierten, dass die Aufnahme von Fett aus Fisch vor Herz-Kreislauferkrankungen schütze", sagt Kardiologe George Fodor, der die neue Studie aus Kanada leitete.

Die positive Auswirkung von ungesättigten Fettsäuren auf die Herz-Gesundheit konnte in vielen seriösen Studien, die folgten, nie bewiesen werden. Einige Studien deuteten sogar eine negative Wirkung an.

Alles ein Irrtum? Lecker ist Fisch trotzdem. Man muss es mit der Menge ja nicht übertreiben. Und es gibt noch viele andere gesunde Lebensmittel. Die hier zum Beispiel.

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