Diät-Fehler: 8 Irrtümer übers Abnehmen

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Wenn es einfach nicht klappt mit dem Abnehmen, liegt das vielleicht an diesen Irrtümern | Shutterstock
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Übers Abnehmen gibt es viele Weisheiten. "Schlemmen Sie sich schlank" oder "Diät ohne Hungern" - mit bestimmten Tricks soll es besser, schneller, leichter gehen. An vielen Ratschlägen ist tatsächlich etwas dran. Sie ändern aber nichts daran, dass abnehmen nur unter einer Bedingung funktioniert: Sie müssen einfach weniger essen. Hier sind acht Diät-Fehler:

1. Kohlenhydrate machen dick, Eiweiß dürfen Sie so viel essen wie Sie wollen.

steak

Eiweiß macht länger satt und der Körper verwertet es besser als Kohlenhydrate. Am Ende kommt es beim Abnehmen aber nur auf eines an: Sie müssen weniger Kalorien zu sich nehmen als Sie verbrauchen. PUNKT. Eine 30-jährige Frau, die 1,70 Meter groß ist, 65 Kilo wiegt und sich wenig bewegt, hat zum Beispiel einen Bedarf von etwa 2000 Kalorien am Tag. Zum Vergleich: Ein 250-Gramm-Rindersteak hat etwa 625 Kalorien.

Nicht nur bei Fleisch, auch bei Milchprodukten sollten Sie auf die Menge achten. Ein Becher Hüttenkäse enthält etwa 208 Kalorien. Wenn Sie damit eine Mahlzeit ersetzen, zum Beispiel Nudeln mit Soße, ist er eine gute Wahl. Sobald Sie ihn zusätzlich als Snack essen, belastet auch Hüttenkäse Ihr Kalorienkonto. Wenn Sie abnehmen wollen, essen Sie energiereiche Kost wie Nudeln, Brot, Fleisch und Milchprodukte in kleineren Portionen. Daran führt kein Weg vorbei. Gemüse hat eine geringe Energiedichte. Davon dürfen Sie tatsächlich soviel essen wie Sie wollen - vorausgesetzt es ist nicht mit Öl oder Butter zubereitet.

2. Wenn Sie morgens viel essen und abends wenig, sind Sie auf der sicheren Seite.

Viele Menschen denken, dass sie automatisch abnehmen, wenn sie nach 18 Uhr nichts oder keine Kohlenhydrate essen. Es stimmt zwar, dass Sie im Schlaf mehr Fett verbrennen, wenn Sie abends Eiweiß statt Kohlenhydrate gegessen haben. Am Ende zählt aber auch hier nur die Kalorienmenge, die Sie am Tag insgesamt aufnehmen. Wenn Sie weniger essen als Sie verbrauchen, nehmen Sie ab - auch wenn Sie vor dem Schlafengehen Nudeln oder Brot essen.

3. Auch ein Diät-Fehler: Salat ist immer kalorienarm.

salat

Kennen Sie das? Im Restaurant wollen Sie tapfer sein und bestellen Salat statt Fleisch oder Pasta. Und Ihr Gewissen ist beruhigt. Ein Salatteller mit paniertem Ziegenkäse und Joghurtdressing ist aber keine Diätkost. Denn auch Salate können Kalorienfallen sein: Fertige Dressings enthalten oft viel Zucker oder Fett. Kommen in Öl eingelegtes Gemüse oder Nudelsalat dazu, ist der Salat bald genauso kalorienreich wie eine Hauptmahlzeit.

Salat ist nur dann kalorienarm, wenn er hauptsächlich aus Grün und Gemüse besteht und das Dressing wenig Öl enthält, am besten nur einen Teelöffel. Mixen Sie Ihre Salatsoße also am besten selbst, dann wissen Sie, was drin ist. Wählen Sie im Restaurant deshalb lieber Balsamico-Dressing und bitten Sie darum, es extra serviert zu bekommen. Dann bestimmen Sie selbst, wie viel davon im Salat landet.

4. Vollkorn-Brot enthält weniger Kalorien als Weißbrot.

Produkte aus Vollkorn unterscheiden sich von Weißmehl-Produkten dadurch, dass sie das volle Korn enthalten. Für Weißmehl wird das Getreide von der Schale getrennt. Nudeln oder Brot aus Vollkorn enthalten genauso viel Kalorien wie Alternativen aus Weißmehl, oft sogar ein bisschen mehr. Verstehen Sie das nicht falsch: Es ist IMMER besser Vollkorn- statt Weißmehl zu essen. Es enthält Ballaststoffe, die vom Körper nicht verdaut werden und länger satt machen. Ziel ist also, dass Sie dadurch weniger essen.

Auch Brot oder Nudeln aus Vollkorn zahlen aufs tägliche Kalorienkonto ein. Soviel essen bis Sie satt sind, dürfen Sie nur, wenn Sie dafür auf energieintensive Lebensmittel wie Schweinefleisch, Käse oder Zucker verzichten. Falls das nicht so ist, genießen Sie Getreideprodukte maßvoll. Zum Frühstück reicht zum Beispiel eine Scheibe Brot, wenn Sie dazu noch Gemüse oder Obst essen. Dann werden Sie auch satt.

5. Viele kleine Portionen über den Tag zu essen, hilft beim Abnehmen.

Wir kennen sie alle, die alte Regel: Statt drei große Hauptmahlzeiten zu essen, lieber kleine Portionen über den Tag verteilen. Oft führt das aber dazu, dass Sie insgesamt mehr essen: ein Joghurt hier, eine Scheibe Brot da, zwischendurch noch ein Müsliriegel... Es spielt keine Rolle, wie Sie Ihre Mahlzeiten verteilen, solange Sie unter Ihrem täglichen Energiebedarf bleiben.

6. Wenn Sie Sport machen, dürfen Sie danach reinhauen? Auch ein Diät-Fehler.

burger

Haben Sie sich auch schon gefragt, wieso manche Menschen richtig sportlich sind und trotzdem pummelig? Vielleicht liegt es daran, dass sich diese Sportskanonen nach dem Handball-Training regelmäßig einen Cheeseburger mit Pommes gönnen. Oder jeden Abend vor dem Fernseher Schoko-Riegel mampfen. Ja, Sport hilft beim Abnehmen. Und, ja: Wenn Sie Sport machen, dürfen Sie auch mehr essen, weil Sie mehr Energie verbrauchen. Viele überschätzen aber den Kalorienverbrauch durch Sport. Um drei Schoko-Kekse auszugleichen, müssen Sie etwa eine halbe Stunde joggen. FÜR DREI VERDAMMTE KEKSE. Der Cheeseburger mit Pommes wäre erst nach mehr als zwei Stunden Laufen gesühnt.

7. Light-Produkte machen schlank.

Fast alle Menschen wollen dünn sein. Klar, dass die Nahrungsmittel-Branche das längst als Geschäftsmodell entdeckt hat. Sie bieten Light-Produkte mit weniger Fett an. Wo "leicht" draufsteht, ist aber nicht unbedingt "leicht" drin. Denn Hersteller dürfen die Produkte als "light" kennzeichnen, sobald sie eine bestimmte Fettmenge nicht überschreiten. Das heißt nicht, dass sie auch kalorienarm sind.

Weil Fett Geschmacksträger ist, wird das Essen dadurch oft fad und muss durch Zucker aufgepeppt werden. Das ganze Ausmaß der Light-Lüge erklärt Huffington-Post-Blogger Jacques Peretti.

8. Mit Trennkost können Sie abnehmen.

Nach dieser Lehre sollen Kohlenhydrate und Eiweiß vom Körper besser verwertet werden, wenn man sie getrennt isst. Heißt: Bei einer Mahlzeit kommt jeweils entweder nur Fleisch auf den Teller. Oder nur Nudeln. Dazwischen müssen angeblich vier Stunden Pause liegen. Diese Ernährungsform entwickelte der US-Arzt Howard Hayes Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat diese Theorie schon lange als "wissenschaftlich nicht haltbar" abgetan.

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