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30 Dinge über Ikea, die Sie garantiert noch nicht wussten

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IKEA
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Der schwedische Möbel-Gigant Ikea hat große Pläne. Konzernchef Peter Agnefjäll will bis 2020 einen Konzernumsatz von rund 50 Milliarden Euro erreichen - 22 Milliarden Euro mehr als noch im vergangenen Geschäftsjahr. "Wir haben sehr ambitionierte Ziele, was das Wachstum angeht", sagte der Manager am Dienstag.

Ikea-Kunden können sich derweil auf niedrigere Preise freuen. Jedes Jahr wolle man ein bis zwei Prozent billiger werden, sagte Agnerfjäll der "Welt". Das Unternehmen will so zusätzliche Kunden in die Möbelhäuser locken.

Auch beim Online-Umsatz wollen sich die Schweden steigern. Mittlerweile können die Kunden in zehn Ländern Ikea-Möbel bestellen - das soll in Zukunft noch deutlich mehr werden. Bis Ende 2014 sollen drei weitere Länder eigene E-Commerce-Plattformen haben.

Agnefjäll setzt auf Innovation: Der Ikea-Chef könne sich daher vorstellen, die eigenen Möbelhäuser künftig mehr als Showroom zu nutzen. „Es ist denkbar, dass wir künftig kleinere Läden haben, in denen die Leute Möbel ausprobieren und dann noch vor Ort mit ihrem Smartphone bestellen.“

Das Ziel des Managers: Rund die Hälfte des geplanten Wachstums soll über die bestehenden Filialen und das Internet erzielt werden. Die andere Hälfte sollen Neueröffnungen beisteuern. Schon jetzt plant Ikea neue Filialen in etablierten Märkten wie Schweden oder Deutschland.

Der Blick geht jedoch auch über die traditionell starken Absatzmärkte hinaus. In Kroatien und Südkorea sind neue Märkte geplant, zudem soll der indische Markt in den kommenden Jahren erobert werden, berichtet die "Welt". „Im vergangenen Jahr haben 700 Millionen Kunden unsere Möbelhäuser besucht. Auf der Welt leben aber sieben Milliarden Menschen. Wir haben also noch viel zu tun“, sagte Agnerfjäll dem Blatt.

Wie viele Menschen bisher jeden Tag in die blau-gelben Möbelhäuser strömen, warum der Ikea-Gründer einst einen Nazi-Skandal auslöste und warum die Schweden ihre Kunden seit 2004 nicht mehr "siezen", lesen Sie hier.

30 Dinge, die Sie garantiert noch nicht über Ikea wussten:

1. Da sich Ikea-Gründer Ingvar Kamprad keine Zahlen merken kann, bekamen alle Möbel von Anfang an einen Namen.

2. 2012 erschien der Ikea-Katalog mit einer Auflage von 212 Millionen. Zum Vergleich: Von der Bibel werden jedes Jahr rund 100 Millionen Exemplare gedruckt.

3. Der erste Ikea-Katalog erschien übrigens 1951.

4. Wer seine Möbel selbst aufbaut, liebt sie nachher umso mehr. Dieses Phänomen ist in der Verhaltensforschung als Ikea-Effekt bekannt.

5. Politische Gefangene in der DDR wurden in den 1970er und 1980er Jahren dazu gezwungen, Ikea-Möbel aufzubauen.

6. Der Firmenname Ikea setzt sich aus den Anfangsbuchstaben des Gründers Ingvar Kamprad, des elterlichen Bauernhofs Elmtaryd und des Heimatdorfes Agunnaryd zusammen.

7. Anfangs verkaufte das Unternehmen unter anderem Kugelschreiber und Schmuck.

8. 690.000.000 Millionen - so viel Menschen pilgerten im vergangenen Jahr weltweit in die Ikea-Stores.

ikea

Möbelgigant Ikea: Jedes Jahr strömen Hunderttausende in die Filialen des schwedischen Einrichtungshauses.

9. 1994 kam heraus, dass Gründer Kamprad Mitglied der schwedischen nationalsozialistischen Organisation Nysvenska Rörelsen war. In einem offenen Brief schrieb er anschließend: "Ich war Nazi." Es sei der größte Fehler seines Lebens gewesen.

10. Seit 1983 wurden etwa 120 Millionen Bleistifte weltweit kostenlos an die Kunden verteilt.

11. Jedes Jahr produziert der schwedische Möbel-Gigant 50 Millionen der berühmten Imbusschlüssel, die Kunden zum Aufbau der meisten Möbel benötigen.

12. Deutschland ist der wichtigste Markt für IKEA: 46 Häuser machten 2010/2011 einen Umsatz von 3,65 Milliarden Euro. Das entspricht 15 Prozent des Gesamtumsatzes.

13. 1986 wurden alle Filialen in Japan geschlossen. Einer der Gründe: Die Möbel waren zu groß für japanische Wohnungen.

14. Seit 2004 spricht Ikea seine Kunden im Katalog nur noch mit “Du” an. Damit folgt der Konzern dem schwedischen Sprachgebrauch, wo das förmliche Siezen seit den 1960er Jahren aus der Alltagssprache verschwunden ist.

15. In den 1970er und 1980er Jahren hatte Ikea in den deutschsprachigen Ländern einen Elch als Maskottchen.

16. “Wohnst du noch, oder lebst du schon?” Der deutsche Werbespruch von Ikea dürfte den meisten bekannt sein. Den kürzesten Slogan hatte übrigens Kanada. Dort warb der Konzern jahrelang mit dem simplen Slogan “Fits!” (“Passt!”).

17. Die erste Filiale des Möbel-Giganten wurde im schwedischen Almhult eröffnet und war 6700 Quadratmeter groß. Ein durchschnittliches Möbelhaus ist heute 32.000 Quadratmeter groß.

18. Die Polstermöbel sind meist nach schwedischen Orten benannt, Stühle nach Männernamen, Gartenmöbel nach Inselnamen und Gardinen nach Frauennamen.

19. Kurz nach seinem US-Start war das Unternehmen verwirrt, weil sich kleine Blumenvasen besonders gut verkauften. Es stellte sich heraus, dass die US-Kunden die Gefäße als Trinkgläser benutzten.

ikea

Das Lager in einer Ikea-Filiale. 85 Prozent der Produkte gibt es in allen Filialen weltweit.

20. 85 Prozent der Ikea-Produkte gibt es in allen Filialen.

21. Ikea eröffnete 1960 das erste Restaurant in einer ihrer Filialen. Der Grund: Zu viele Kunden verließen die Möbelhäuser, ohne etwas zu kaufen - weil sie hungrig waren.

22. Eigentümerin des Ikea-Konzerns ist die Stiftung Stichting INGKA Foundation mit Sitz in den Niederlanden. Sie ist die weltweit größte gemeinnützige Organisation - noch vor der Bill-Gates-Stiftung.

23. Die Ikea-Gastronomie zählt vom Umsatz her zu den zehn größten Ketten neben McDonald's und Burger King.

24. 2012 brachte Ikea eine Kamera aus recycelbarer Pappe auf den Markt, die per USB an einen Computer angeschlossen werden konnte.

25. Alle Produktnamen werden bei Ikea in Großbuchstaben geschrieben.

26. 2010 änderte der Konzern die Schriftart in seinen Katalogen aus der “Futura”-Familie zu “Verdana”. Der Grund: Die neue Schriftart soll besser lesbar sein.

27. Zwei Mitarbeiterinnen in Schweden kümmern sich ausschließlich um die Namensfindung für die Produkte.

28. Es gibt eine Regelung zum Verbraucherschutz, die umgangssprachlich auch Ikea-Klausel genannt wird. Sie soll die Verbraucher vor mangelhafter Ware schützen. Laut dem Gesetz können Kunden Waren beanstanden, wenn sie sie zwar selbst falsch aufgebaut haben, die Montageanleitung aber fehlerhaft war.

29. Ist das Billy-Regal schon Popkultur? Offenbar ja, denn 2009 zeigte die Pinakothek der Moderne eine Ausstellung mit dem Thema Democratic Design – IKEA. Dabei wurden ausschließlich Ikea-Artikel gezeigt.

30. Beim Bau einer Ikea-Filiale in China wurde 2007 eine 1800 Jahre alte Grabanlage zerstört.

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