FDP-Chef Lindner kritisiert von der Leyen für NATO-Äußerungen: "Von allen guten Geistern verlassen"

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FDP-Chef Christian Lindner | Getty
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PASSAU - FDP-Chef Christian Lindner hat die Forderung von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) kritisiert, im Zuge der Krim-Krise für mehr Militärpräsenz an den NATO-Außengrenzen zu sorgen. "Die Bundeskanzlerin muss die Verteidigungsministerin in ihre Schranken weisen", sagte Lindner . "Ursula von der Leyen ist offenbar von allen guten Geistern verlassen. Statt eine militärische Eskalationsspirale zu verhindern, fordert die Bundesverteidigungsministerin sie sogar noch." Durch Truppenverlegungen und Manöver würde die Krim-Krise militarisiert.

"Internationale Krisen sind keine Gelegenheit für die PR der Kandidatin auf die Ersatzkanzlerschaft", so der FDP-Vorsitzende weiter. Der Westen müsse entschlossen auf gezielte Sanktionen setzen, die dem Kreml den politischen und ökonomischen Preis seiner Politik aufzeigen: "Klug wäre es aber, dies umgehend mit Gesprächsangeboten über eine Rückkehr zur Kooperation zu verbinden, um Wladimir Putin einen Ausweg aus der Sackgasse zu weisen." sagte der "Passauer Neuen Presse" (Montag).

Von der Leyen hatte zuvor auf eine starke Rolle der NATO gedrängt. "Jetzt ist für die Bündnispartner an den Außengrenzen wichtig, dass die Nato Präsenz zeigt", sagte die CDU-Politikerin dem "Spiegel". "Die aktuelle Lage spiegelt klar, dass die Nato nicht nur ein militärisches, sondern auch ein politisches Bündnis ist." Es sei "vor allem der demokratische Wertekanon, der hohe Anziehungskraft auf Neumitglieder entfaltet", so von der Leyen weiter.

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