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17/03/2014 10:20 CET | Aktualisiert 17/03/2014 10:30 CET

Studie: Arbeitspausen erhöhen die Produktivität

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Pausen am Arbeitsplatz sind unterschätzt, aber notwenig: Ein Obst-Snack kann die Leistungsfähigkeit steigern

Wer kennt das nicht: Auf dem Schreibtisch stapeln sich die Aufträge, die To-do-Liste wird immer länger. Kurz durchzuschnaufen trauen sich viele Arbeitnehmer da nicht – schließlich macht der Chef im Hintergrund Dauer-Druck und könnte eine Kaffeepause schnell mal als Faulheit auslegen.

Dabei sind kurze Pausen während der Arbeit extrem wichtig und unbedingt notwendig. Laut einer Studie von Gerhard Blasche, Erholungsforscher am Zentrum für Public Health der MedUni Wien, macht die individuelle Pausenkultur beim Arbeiten einen entscheidenden Unterschied.

Einzelne Mitarbeiter können die Pausenkultur in ihrem Unternehmen beeinflussen

Während der letzten 20 Jahre ist der Druck auf Arbeitnehmer stark gestiegen. Lassen wir diesen Druck zwischendurch nicht mal kurz ab, schadet das unserer Produktivität – und unserem Wohlbefinden. Wie und ob man sich am besten bei der Arbeit erholt, hängt aber von jedem selbst ab – und kann sogar Einfluss darauf haben, wieviel Wert eine Firma auf Erholungsoasen legt. „Jene MitarbeiterInnen, für die Erholung einen höheren Stellenwert hat, machen häufiger Pausen als jene mit einer geringeren Erholungsorientierung", so Blasche. "Am Ende des Tages bringen mehr Pausen weniger Müdigkeit und eine höhere Leistungsbereitschaft." Mitarbeiter sollten sich für ihr Recht auf Pausen einsetzen.

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Nicht nur Angestellte haben was vom Durchatmen – auch Chefs können sich freuen

Wer glaubt, dass Pausen dem Arbeitgeber schaden, weil dabei Zeit verloren ginge, in der auch gearbeitet werden kann, liegt falsch. US-amerikanische Studien beweisen das Gegenteil: Pausen können die Produktivität sogar erhöhen. Und was sind schon fünf Minuten aus-dem-Fenster-Schauen an einem Arbeitstag mit 8 oder mehr Stunden? Wichtig sei nur, dass Betriebe erkennen, wie wichtig Pausen für ihre Mitarbeiter sind und sie zulassen. Studienleiter Blasche findet: „In Zeiten der flächendeckenden Fließbandarbeit waren Arbeitspausen klar geregelt. In der heutigen Dienstleistungsgesellschaft ist zumindest der theoretische Spielraum für Pausen viel größer.“

Besser kürzer, aber dafür häufiger – Tipps für die richtige Arbeitspause:

1. Als Grundregel gilt: Spätestens alle zwei Stunden sollte man eine kurze Pause machen.

2. Besser kürzere, aber dafür häufigere Pausen: Ideal wären fünf bis zehn Minuten Pause nach ein bis zwei Stunden Arbeit.

3. Fixe Rituale helfen beim Pausemachen. Zum Beispiel eine Obstpause am Vormittag oder ein, zwei kleine Kaffeepausen am Nachmittag.

4. Und ganz wichtig: Für Pausen sollte man nicht warten, bis man vor Erschöpfung nicht mehr kann. Denn dann ist es eigentlich schon zu spät. Vielmehr sollten Pausen nach Abschluss einer Arbeit oder spätestens bei ersten Ermüdungszeichen gehalten werden.

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