Kleine Wundermittel: Lebensmittel gegen Angststörungen

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Gemüse in Supermarkt | Getty
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Normalerweise brauchen Angststörungen eine medizinische oder therapeutische Behandlung - oder sogar beides. Doch das bedeutet nicht automatisch, dass nicht auch eine Umstellung der Lebensweise schon etwas helfen kann. Genauso, wie manche Lebensmittel nachweislich Stress reduzieren, helfen andere dabei, Angst zu bekämpfen. Wir zeigen Ihnen hier ein paar nachgewiesene Anti-Angst-Speisen:

Fetthaltiger Fisch

Im Rahmen einer kleinen Studie der Ohio State University zeigten Studenten, denen vorab Omega-3 Fettsäure-Ergänzungsmittel verabreicht wurden, eine 20-prozentige "Angst-Abnahme". Ihre Studenten-Vergleichsgruppe hatte ein Placebopräparat geschluckt. Statt jedoch haufenweise Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen, sollten “die Leute in Erwägung ziehen, die Ration an Omega-3 in ihrer Ernährung zu erhöhen”, sagte die Co-Autorin der Studie, Martha Belury. Unter anderem in fettem Fisch ist es in hohem Maße vorhanden.

Kamillen-Tee

Kamille wurde seit jeher als natürliches Heilmittel genutzt, doch auch die moderne Wissenschaft ist nun auf den Geschmack gekommen. Eine Studie aus dem Jahr 2009 zeigt, dass es bei Menschen mit schwacher bis starker Angststörung zu einer leichten Verbesserung der Angstzustände durch Kamillen-Extrakt kommt.

Eier

Das Gehirn benötigt ein weites Spektrum an Vitamin B, um optimal zu arbeiten. Psychologen berichten, dass bei einem Vitamin B-Mangel folgende Erscheinungen auftreten können: Zerstreutheit, Reizbarkeit oder Angst.
Deshalb sollte man sichergehen, ausreichend Vitamin-B-haltige Lebensmittel zu sich zu nehmen, wie z.B. Rind- und Schweinefleisch, Zitrusfrüchte oder Eier. Letztere haben den zusätzlichen Vorteil, dass sie auch Cholin enthalten - ein äußerst wichtiges Vitamin B, das für die Gesundheit des Gehirns zuständig ist.

Probiotikum

Wir wissen, dass unser Gehirn und unser Bauch kommunizieren - wie sollten wir sonst das Gefühl von Hunger erklären? Forschungen zeigen: Die Bakterien in unserem Darm sind in die Konversation eingebunden.

Das "gute" Probiotikum lebt im Darm und fördert eine gesunde Magenfunktion. In einer Studie von 2011 fanden Irische Forscher heraus, dass ein bestimmtes probiotisches Bakterium, mit dem Mäuse gefüttert wurden, Stress, Depressionen und Angst reduziert. Zu finden ist das Bakterium in Joghurt.

Der Autor der Studie bezeichnete die Ergebnisse in einem Interview mit NPR als ermutigend, erwähnte aber auch, dass weitere Forschungen nötig sind.

Grüner Tee

Grüner Tee hat eine beruhigende Wirkung, denn er ist reich an der Aminosäure L-Theanin. In einer Studie wurde Studenten, die unter Prüfungsangst leiden, vor einem Test 200 mg L-Theanin verabreicht. Sie blieben dadurch ruhiger. Um jedoch eine beruhigende Wirkung zu erreichen, brauche man schon fünf bis 20 Tassen Tee, heißt es bei Health.com.

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