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Dschungelkönigin Melanie Müller: Schlimm war der Hunger - und Larissa

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MLLER
dpa

COOLANGATTA - Die frühere Pornodarstellerin Melanie Müller ist die neue RTL-Dschungelkönigin. "Ich bin gerade überglücklich und völlig überfordert", sagte die 25-Jährige aus Leipzig in ihrer Antrittsrede in der Nacht zum Sonntag. Noch nie haben so viele Zuschauer das Dschungelcamp eingeschaltet wie in dieser Staffel. Das Finale am Samstagabend deutscher Zeit verfolgten 8,60 Millionen.

Mit gut 60 Prozent der Zuschauerstimmen wurde Melanie gewählt, wie RTL mitteilte. Das österreicherische Model Larissa Marolt (21) landete in der letzten Entscheidung auf dem zweiten Platz. Dritter wurde nach 16 Tagen im australischen Regenwald Ex-"Ruck Zuck"-Moderator Jochen Bendel (41). Er hatte sich vor allem als Campkoch hervorgetan. Gewählt hatten die Zuschauer per Telefonabstimmung.

Schlimm war der Hunger - und Larissa

"Ich habe mich gefreut, dass meine Fans mich so genommen haben, wie ich halt wirklich bin, und dass ich die Chance hatte, mich halt wirklich so zu präsentieren, dass ich ein ganz normales kleines Mädel bin", sagte die Sängerin und ehemalige Pornodarstellerin am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Spaß habe es gemacht. Schlimm seien aber vor allem das extreme Hungergefühl gewesen - und Larissa zu überstehen. Melanie Müller ist auf dem Dschungelthron Nachfolgerin von Ex-"Deutschland sucht den Superstar"-Teilnehmer Joey Heindle.

Gedreht hat sich die diesjährige Ausgabe insbesondere um Model Larissa, die ihre Mitcamper wie auch das Publikum polarisierte. Die einen nervte sie mit tollpatschigen Stolperern und Stürzen, der ewigen Suche nach - meist selbst - verlegten Dingen sowie leidvoll in Szene gesetzten Wehwehchen, die aus ihrer Sicht auch mal ein Handbruch waren. Ihre Fans überzeugte sie hingegen, wenn sie die Lästereien und den Befehlston der Campkollegen schon fast stoisch ignorierte.

Freude bereitete Larissa mit amüsanten Geschichten aus dem elterlichen Hotel. Damit machte sie vor allem Hausbursche Engelbert berühmt, dessen Alltag sie so beschrieb: "Der arbeitet, dann trinkt er, arbeitet und trinkt. Eigentlich traurig, aber er ist glücklich."

Glatzeders Schubsattacke bleibt in Erinnerung

Zu den eindruckvollsten Momenten zählten die Schubsattacke von Schauspieler Winfried Glatzeder (68) gegen Larissa und der überhebliche Auftritt von Ex-Viva-Moderator Mola Adebisi (40), nachdem er eine Dschungelprüfung abgebrochen hatte - sich zurück am Lagerfeuer aber als den eigentlichen Helden darstellen wollte.

Hängen bleibt auch der freiwillige Auszug von Schlagersänger Michael Wendler (41) schon am vierten Tag - und vor allem die Bitte Stunden später, wieder zurück ins Camp zu dürfen. Oder Komikerin Tanja Schumann (51), die tagelang bettelte, die Zuschauer sollten sie abwählen. Das geschah aber erst einen Tag vor dem Finale.

Nun will Melanie erst mal vier Tage nach Österreich zum Skiurlaub fahren, verriet sie der dpa. Danach beginne ihre Disco-Tour. "Da werden sicherlich noch ein, zwei tolle Songs daraus entstehen."

Gemessen an den Zuschauerzahlen und Einschaltquoten war die achte Staffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" für den Kölner Privatsender die erfolgreichste seit der Premiere vor zehn Jahren. Im Schnitt schauten 7,95 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 31,1 Prozent) zu. Gerade auch in der wichtigen, weil werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen lagen die Werte mit durchschnittlich 6,09 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 39,5 Prozent über den Vergleichszahlen der ersten sieben Staffeln.