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Nach Müller-Brot-Pleite Anklage gegen drei Geschäftsführer erhoben

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MLLER BROT
Usien via Wikicommons

LANDSHUT/NEUFAHRN - Knapp zwei Jahre nach der Pleite der Großbäckerei Müller-Brot, hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen ehemalige verantwortliche Mitarbeiter erhoben. Neben drei Geschäftsführern sollen sich der damalige Betriebsleiter, der Produktionsleiter und die Leiterin des Qualitätsmanagements des Neufahrner Unternehmens vor Gericht verantworten.

Sie sollen in sechs Fällen große Mengen nicht zum Verzehr geeigneter Lebensmittel in den Handel gebracht haben, wie die Staatsanwaltschaft Landshut am Donnerstag mitteilte. Zusätzlich wird den drei Ex-Geschäftsführern Insolvenzverschleppung und Betrug in Höhe von etwa 1,65 Millionen Euro vorgeworfen. Über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens muss das Landgericht Landshut entscheiden.

Die Produktion in der Neufahrner Firma war am 30. Januar 2012 vom Landratsamt Freising wegen gravierender Hygienemängel gestoppt worden. Trotz Reinigungsarbeiten konnten Mäusedreck und Kakerlaken nicht beseitigt werden. Zwei Wochen später meldete Haupteigentümer Klaus Ostendorf Insolvenz an. 1250 Mitarbeiter verloren ihren Job.

 
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