DAVOS - Der Iran möchte nach den Worten seines Präsidenten Hassan Ruhani die Beziehungen zum Westen deutlich verbessern. Teheran strebe einen Neustart der wirtschaftlichen Zusammenarbeit an, sagte Ruhani am Donnerstag in seiner Rede vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Er rief das Ausland zu Investitionen in seinem Land auf. Zugleich versicherte Ruhani, der Iran werde keinen Fall den Besitz von Atomwaffen anstreben.

"Bereit, zu einer friedlichen Lösung beizutragen"

Zum Syrien-Konflikt sagte der Präsident, sein Land unterstütze humanitäre Hilfe für notleidende Syrer und sei auch bereit, zu einer friedlichen Lösung beizutragen. Der Iran war auf Verlangen der USA von der Syrien-Friedenskonferenz in Genf ausgeschlossen worden.

Vor seinem Davos-Auftritt hatte Ruhani in einem Interview mit dem Schweizer Fernsehsender RTS den Wunsch nach Verbesserung der Beziehungen zu den USA bekundet. Als ein Signal der Entspannung sei auch die Wiedereröffnung der US-Botschaft in Teheran nach mehr als 30 Jahren nicht ausgeschlossen, erklärte auf eine entsprechende Frage.