Overbeck plädiert für Gespräch über den Zölibat

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Bischof Overbeck will offen über den Zölibat sprechen | dpa
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Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck hat ein öffentliches Gespräch über den Zölibat angeregt. „Wir müssen miteinander angstfrei darüber reden können, wie Priestersein unter den heutigen Bedingungen gelebt werden kann“, sagte Overbeck der "Zeit"-Beilage „Christ und Welt“.

Viele Geistliche ringen nach Overbecks Erfahrungen „intensiv mit ihrer Lebensform“. Sie suchten nach Wegen, um mit den Fragen von Sexualität, Sehnsucht nach Nähe, Angst vor Einsamkeit und tragenden Freundschaften zurechtzukommen. „Ich weiß, dass es so manchen Priestern nicht wirklich gut damit geht“, sagte Overbeck, der auch katholischer Militärbischof ist. Vor allem belaste ihn die Frage, „wie unsere Priester im Alter leben“.

Reformhoffnungen ruhen auf Papst Franziskus

Seit Papst Franziskus sein Amt antrat, hoffen liberale Kirchenvertreter auf Veränderung. Er gilt als offen für Reformen. In einem Buch schrieb er 2010, dass eine Lockerung des Zölibats nötig sein könnte.

In Deutschland ist eine neue Diskussion zu diesem Thema losgebrochen, als sich ein katholischer Pfarrer aus Oberfranken öffentlich zu seiner 24-jährigen Tochter bekannte.

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