Beim Discounter Lidl wird es in Zukunft keine Softdrinks der Marke Coca-Cola mehr zu kaufen geben. Der Lebensmittelhändler reagiert damit auf den Preiskampf mit anderen Billig-Ketten. „Wir haben uns mit Lidl nicht auf ein Vermarktungskonzept einigen können“, bestätigte ein Sprecher von Coca-Cola Deutschland am Montagabend entsprechende Informationen der „Welt“. Lidl wollte sich zunächst nicht äußern. „Wir kommentieren die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten grundsätzlich nicht“, sagte ein Sprecher lediglich.

Für Coca-Cola ein herber Rückschlag auf dem deutschen Markt

In einigen Lidl-Märkten wurden am gestrigen Montag noch Restbestände Coca-Cola und der kalorienreduzierten Varianten Light und Zero zu Preisen von 0,89 Euro je 1,25-Liter-Flasche verkauft. In anderen Läden waren Coca-Cola-Produkte bereits nicht mehr erhältlich. Der Discounter weicht bei Cola auf Pepsi oder niedrigpreisige Spezial-Marken wie „Freeway“ aus.

Für den amerikanischen Getränkekonzern, zu dessen Sortiment auch Marken wie Sprite und Fanta gehören, ist der Schritt von Lidl, keine Produkte mehr bei dem Unternehmen zu bestellen, ein herber Rückschlag. Damit entfällt einer der absatzstärksten Vertriebswege auf dem wichtigen deutschen Markt. Lidl verfügt über bundesweit rund 3.300 Filialen.

Zwischen Deutschlands größten Discountern herrscht seit Wochen ein zunehmend intensiv geführter Preiskampf, von dem die Verbraucher profitieren. Die jüngste Runde ging an Aldi. Die Kette senkte die Preise typischer Frühstücksprodukte um bis zu zehn Cent, darunter für Joghurt, Müsli und Cornflakes. Vor knapp zwei Wochen hatte Aldi die Preise für ein Zehnerpack Eier auf 0,99 Euro gedrückt, statt zuvor 1,29 Euro. Auch Kaffee und Salami wurde billiger.