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Sorry, aber deine Katze ist ein A****loch Das ist wissenschaftlich belegt.

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Schlechte Nachrichten für Katzenliebhaber: Eure heißgeliebten Tierchen sind - hart formuliert - A****löcher. Klar, Katzen sind weich und flauschig und liebenswert und eine endlose Quelle für GIFs und Memes, aber in Wirklichkeit sind sie einfach blöd.

Ihr solltet uns für diese Formulierung jetzt nicht gleich hassen. Wir verstehen das Problem ja. Manche Leute lieben Katzen einfach, und daraus kann man ihnen zugegebenermaßen keinen Vorwurf machen. Natürlich, einer Katze ist es völlig egal, wie es dir geht, und sie ist der Meinung, dass du das Haustier bist, aber ... Awww, das Kätzchen!

cute cats (12)

Wenn du dich über dieses putzige kleine Fellknäuel wieder eingekriegt hast, kannst du dich nun ja vielleicht der Realität stellen. Die Katze, die du so vergötterst, ist nämlich ein Miststück.

Deine Katze hört dich zwar, tut aber nicht, was du ihr sagst.

Deine Katze hört definitiv, dass du sie mit ihrem Namen rufst, und sie kann sogar deine Stimme von anderen unterscheiden. Aber dem Tier ist einfach völlig egal, was du willst. Eine im Juli in der Fachzeitschrift "Animal Cognition Journal" veröffentlichte Studie zeigt, dass Katzen zwar die Stimme ihres Besitzers erkennen, deswegen aber noch lange nicht darauf reagieren. Die Forscher haben 20 Hauskatzen acht Monate lang in ihrer heimischen Umgebung beobachtet, um herauszufinden, ob die Tiere menschlichen Stimmen, die ihren Namen rufen, erkennen und wie sie darauf reagieren. 50 bis 70 Prozent der Katzen erkannten die Stimme ihres Besitzers, was sich durch Kopfbewegungen oder gespitzte Ohren zeigt. Doch nur 10 Prozent reagierten tatsächlich auf die Rufe, indem sie miauten oder den Schwanz bewegten.

Das liegt daran, dass Katzen evolutionsbedingt nicht dafür gemacht sind, von Menschen domestiziert zu werden und auf Befehle zu reagieren. So eine Studie der Universität Tokio. Der Grund dafür ist nach Aussage der Wissenschaftler, dass Katzen schon immer Einzelgänger waren, die sich selbst domestiziert haben.

Wenn eine Katze dagegen deineAufmerksamkeit erregen will, wirft sie einfach ein paar Dinge vom Tisch. Vielleicht macht sie das aber auch einfach zum Spaß und will lieber in Ruhe gelassen werden. In jedem Fall benimmt sie sich daneben.

Katzen sind nur für eine Sache gut, und die hassen sie mitunter: Kuscheln.

Daniel Mills, Professor für Verhaltensforschung bei Tieren an der University of Lincoln, wollte herausfinden, ob Katzen besser allein oder mit anderen Katzen zusammenleben sollten. Im Rahmen seiner Forschungsarbeit stellte er fest, dass sich manche Katzen durch menschliche Streicheleinheiten gestresst fühlen. Mills schloss daraus, dass Katzen, die in einem Haushalt mit anderen Katzen leben, weniger gestresst sind, da sich die Belastung durch Streicheln hier auf mehrere Tiere verteilt. Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Wenn dein Kätzchen sich deinen Streicheleinheiten entzieht, liegt das allein an dir.

Wenn sich eine Katze an dir reibt, heißt das noch lang nicht, dass sie dich mag.

Man freut sich, wenn so ein Miststück von Katze endlich vertrauensvoll genug ist, um sich an den Beinen ihres Besitzers zu reiben. Doch das heißt nur, dass die Katze jetzt dein Besitzer ist – zumindest in ihrer Katzenwelt. Durch den Körperkontakt will die Katze keineswegs ihre Zuneigung ausdrücken. Sie markiert dich vielmehr als ihr Eigentum, indem sie ihren Duft verteilt. Katzen haben einen außergewöhnlichen Geruchssinn und wissen, dass jede Katze ihren eigenen Duft hat. Wenn deine Katze sich also an dir reibt, dann nur, weil sie ihr Territorium markieren will.

Deine asoziale Katze ist vermutlich noch nicht mal das klügste Tier in deinem Haushalt.

Hunde sind aller Wahrscheinlichkeit nach intelligenter als Katzen. Weil sie Freundschaften schließen können. Eine Studie der Universität Oxford hat gezeigt, dass Hunde eher sozial orientiert sind und größere Gehirne entwickelt haben, um den Anforderungen einer Welt mit Sozialkontakten gerecht zu werden. Katzen sind dagegen eher Einzelgänger, deswegen haben sich ihre Gehirne im Laufe der Zeit nicht so schnell weiterentwickelt. Wenn du noch weitere Beweise dafür brauchst, dass Katzen nicht wissen, wie man sich Freunde macht, sieh dir an, wie Katzen Hunden den Schlafplatz klauen oder sich weigern, ihre bellenden Begleiter vorbeizulassen.

Deine Katze „küsst“ dich mit einem Blick aus der Ferne, den du wahrscheinlich nicht mal bemerkst.

Das ist echt gruselig: Deine Katze begrüßt dich, indem sie dich anstarrt und langsam blinzelt. Dieses langsame Blinzeln, der „Katzenkuss“, dient dazu, anderen Lebewesen mitzuteilen, dass die Katze sie mag. Doch Vorsicht: Wenn deine Katze dich lang und intensiv anstarrt, ohne zu blinzeln, kann das heißen, dass sie ihr Territorium verteidigt und du gerade gar nicht willkommen bist.

Deine Liebe zu Katzen macht dich zur Zielscheibe für Spott.

Wenn du eine Frau bist und mehr als zwei Katzen besitzt, läufst du Gefahr, zu einer „Katzenfrau“ zu werden. Diese wunderlichen Damen kennt man aus den „Simpsons“, Comedy-Shows und Berichten aus der ganzen Welt.

Eine Untersuchung der American Pet Products Association ergab 2009, dass von 463 befragten Katzenbesitzern 80 Prozent weiblich waren. 2010 bezeichneten sich bei einer Studie mit über 4500 Menschen nur 11,5 Prozent als reinen „Katzentyp“ (27,7 Prozent sahen sich selbst als „Katzen- und Hundetyp“). Millionäre und Geschäftsführer haben ebenfalls häufiger Hunde als Katzen. Wahrscheinlich ist in diesem Fall einfach unsere Gesellschaft doof und nicht die Katze. Vielleicht aber auch nicht.

Wenn du allein im Beisein deiner Katze stirbst, wird sie dich anfressen.

Bei der Konferenz der Academy of Forensic Sciences in New Orleans 1992 erzählte ein Forensiker folgende Gruselgeschichte: Er erklärte, dass Menschen, die nur mit ihren Haustieren zusammenleben, nach ihrem Tod manchmal mehrere Tage lang unbemerkt in der Wohnung liegen. Da niemand mehr den Napf füllt, haben die Tiere nichts mehr zu fressen. Hunde halten normalerweise mehrere Tage durch, bevor Sie anfangen, den Körper ihres Besitzers anzuknabbern. Katzen warten damit maximal zwei Tage. Dieses Phänomen wird als „postmortale Prädation“ bezeichnet.

Sie sind gnadenlose Killer.

Biologen haben im Januar 2013 in der Fachzeitschrift Natural Communications Journal eine Studie veröffentlicht, nach der Hauskatzen jedes Jahr 3,7 Milliarden Vögel und 20,7 Milliarden andere Kleintiere, z. B. Mäuse und Eichhörnchen, umbringen. Im Rahmen einer weiteren Studie, die von Wissenschaftlern an der University of Georgia durchgeführt wurde, wurden 60 Katzen mit Videokameras versehen. Dabei zeigte sich, dass eine Katze etwa ein Drittel ihres Tages damit verbringt, andere Lebewesen zu töten oder es zumindest zu versuchen.

Manchmal töten Katzen einfach nur zum Spaß, manchmal sollen die zerfledderten Tierkörper auch ein Geschenk sein. Unter Umständen sind diese Geschenke einfach ein Tribut an Herrchen oder Frauchen, vielleicht will deine Katze dir aber auch einfach zeigen, was für ein schlechter Jäger du selbst bist.

Katzenklos sind Giftmüll.

Das Reinigen des Katzenklos ist nicht nur eine nervige Angelegenheit. Im Katzenkot kann auch der Parasit Toxoplasma gondii enthalten sein. Dieser kann bei direktem Kontakt (in seltenen Fällen) eine Krankheit namens Toxoplasmose auslösen. Für die meisten Menschen verläuft eine Infektion ähnlich wie eine Grippe, doch bei einem geschwächten Immunsystem kann die Krankheit tödlich sein. Mit Toxoplasmose werden auch verschiedene psychische Erkrankungen in Verbindung gebracht, wie Schizophrenie, Depression und Angstzustände. Ärzte raten außerdem schwangeren Frauen, um das Katzenklo einen weiten Bogen zu machen, um das Risiko von Fehlgeburten und Gesundheitsproblemen zu vermeiden.

Katzenkot kann wie eine Droge wirken und zu Besessenheit führen.

Hier ein paar weitere absurde Fakten über Toxoplasma gondii: Der Parasit kann sich nur im Verdauungstrakt von Katzen fortpflanzen. Wenn eine andere Spezies infiziert wird, versucht der Parasit, wieder zur Katze zurückzukommen. Das heißt, der Toxoplasmose-Erreger hat ein komplexes System entwickelt, auf das Gehirn seines Wirts einzuwirken, damit er letztendlich wieder von einer Katze gefressen wird. Es gibt Theorien, nach denen dieser Parasit daran schuld ist, dass es „Katzenfrauen“ gibt, die mit Unmengen Stubentigern zusammenleben. Da Toxoplasma sich auf den Geisteszustand der Infizierten auswirken kann, entwickeln manche Menschen eine starke Liebe zu Katzen, die an Besessenheit grenzt. Manche finden sogar den Geruch von Katzenurin plötzlich attraktiv. Ja, wirklich. In einer Studie wurde belegt, dass infizierte Menschen den Geruch von Katzenurin als angenehm empfinden.

Katzen setzen ihr Schnurren als Druckmittel ein.

Deine Katze weiß genau, was sie tut, wenn sie diese seltsame Mischung aus Schnurren und Schreien von sich gibt. Sie manipuliert dich. Forscher haben herausgefunden, dass dieser typische Katzenschrei uns an das Schreien von Säuglingen erinnert. Karen McComb ist Wissenschaftlerin an der University of Sussex und befasst sich mit der Sprachkommunikation von Säugetieren. Sie hat einen Test mit 50 Katzen durchgeführt und ausgewertet, wie die Besitzer auf das Schnurren ihrer Katze reagieren. Sie stellte fest, dass die Besitzer langsamer reagieren, wenn die Katze nur schnurrt, ohne zu schreien. Das führt zu der Theorie, dass Katzen ihr Geschrei übertreiben und dramatisieren, wenn sei etwas von ihrem Besitzer wollen – meistens Futter.

Deine Katze putzt sich, weil du stinkst.

Katzen finden es beruhigend, sich das Fell zu lecken. Wenn deine Katze aber ihr Fell leckt, nachdem du sie berührt hast, will sie vor allem ihren Pelz wieder in Ordnung bringen und den menschlichen Geruch loswerden.

Außerdem sehen nasse Katzen so aus.

Aber auch wenn Katzen tatsächlich echte Mistviecher sind ...

Letztendlich gibt es doch nichts Niedlicheres als ein süßes, flauschiges Kätzchen.