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Gerda Hasselfeldt zu Streit um Mütterrente: Komplette Gleichbehandlung wird es nicht geben

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HASSEL
Gerda Hasselfeldt macht sich keine Illusionen über die Gleichstellung aller Mütter | dpa

BERLIN - Ein komplette Gleichbehandlung aller Mütter bei der Rente wird es nach Darstellung der CSU-Landesgruppe im Bundestag vorerst nicht geben. Ihre Vorsitzende Gerda Hasselfeldt sagte, die große Koalition setze zunächst die Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag um. Sie sieht vor, dass Frauen, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, zwei statt bisher einen Rentenpunkt gutgeschrieben bekommen. Mütter jüngerer Kinder erhalten drei Punkte.

"Eine Anhebung auf drei Punkte steht derzeit nicht auf der Tagesordnung", sagte Hasselfeldt. "Wünschenswert ist das eine und realistisch das andere." Eine weitere Anhebung hänge von der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und den Beiträgen in der Sozialversicherung ab.

Zur Kritik innerhalb der Union, wonach die sogenannte Mütterrente die junge Generation zu stark belaste, sagte Hasselfeldt: "Erstens: Die Grundlage für unsere Arbeit in dieser Legislaturperiode ist der Koalitionsvertrag. Und zweitens müssen wir natürlich bei jeder Ausgestaltung, insbesondere bei jeder Rentenreform, darauf achten, dass wir die Belange der jüngeren und älteren Generation in Einklang bringen."