Die 100 wichtigsten Vordenker der Welt

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Die 100 wichtigsten Vordenker der Welt 2013
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Technischer Fortschritt, Umweltprobleme und eine wachsende Weltbevölkerung: Die Menschheit steht vor enormen Problemen, keine Frage. Von welchen Vordenkern aber kommen die Lösungen? Wer prägt den Diskurs über die Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft? Wessen Innovationen bestimmen und verändern unser Leben am meisten?

Mit diesen Fragen wird sich die Huffington Post in den nächsten Monaten in Analysen, Reportagen und Gastbeiträgen intensiv beschäftigen. Den Beginn machen wir mit einer bemerkenswerten Liste der 100 einflussreichsten Denker der Welt – Menschen also, die die Wissenschaft, die Politik, die Wirtschaft oder die Welt technischer Innovationen mit ihren Ideen vorangebracht haben.

Entstanden ist die Liste in einer Zusammenarbeit zwischen dem renommierten Gottlieb Duttweiler Institute (GDI) aus Zürich und dem Wissenschaftler Peter Gloor vom Center for Collective Intelligence des Masschusetts Institue of Technology. Die komplette Analyse und die Rangliste erscheinen daher auch in der Dezember-Ausgabe des Magazins "GDI Impuls". Die Huffington Post veröffentlicht die Liste nun vorab.

Die USA liegen vorn

Weit vorn im Ranking der einflussreichsten Denker liegt eine Disziplin, von der oft behauptet wird, dass sie im Wettbewerb um Aufmerksamkeit wenig zu melden habe: die Philosophie. Der Australier Peter Singer, der Slowake Slavoj Zizek und der Amerikaner Daniel Dennett auf den Plätzen drei bis fünf gehören alle dieser Fachrichtung an.

Doch egal um welche Fachrichtung es geht: Führend sind in der Liste mit Abstand die USA. 43 der 100 Bestplatzierten haben einen amerikanischen Pass. Immerhin hat es mit Jürgen Habermas ein Deutscher auf den zweiten Platz geschafft.

Sehr niedrig hingegen ist die Zahl der Frauen. Nur 16 schaffen es unter die wichtigsten 100 - ein Wert, der viel über Chancen und Karrieren im internationalen Wissenschaftsbetrieb aussagt.

Wie das Ranking entstanden ist

Die Wahl der wichtigsten Vordenker war ein langer Prozess. Grundlage der Überlegungen waren unter anderem Ranglisten der einflussreichen Personen aus den Zeitschriften „Foreign Policy“ und „Prospect Magazine".

Die Auswahl der richtigen Kandidaten war laut dem GDI der schwierigste Schritt. Denn die Wissenschaftler mussten die "Denker" von "Machern" trennen. Thought­-Leader sind im Verständnis der Organisatoren diejenigen, die vor allem durch ihre Worte Einfluss ausüben, nicht durch Taten.

Aktive Politiker und Top­-Manager zum Beispiel wurden deshalb bis auf wenige Ausnahmen nicht aufgenommen.

In diesem Prozess gab es zwangsläufig strittige Entscheidungen: Der ehemalige amerikanische Vize-Präsident Al Gore beispielsweise zählt zu den Denkern - seine Landsleute Bill Clinton und Jimmy Carter hingegen nicht. Die Unternehmer Craig Venter und Elon Musk wiederum sind Thought-­Leader, weil sie über ihre eigenen Produkte hinaus mit ihren Ideen die Welt bewegt haben – ihre Kollegen Bill Gates oder Larry Ellison nicht.

Wie funktioniert das Ranking?

Um aus der Vorauswahl die 100 wichtigsten Denker zu ermitteln, hat eine Software bei den untersuchten Personen das Verhältnis zwischen der Häufigkeit und der Relevanz ihrer Nennungen in der englischsprachigen Internetwelt untersucht. Dabei haben die Forscher zuerst zwei getrennte Wertungen vorgenommen und diese anschließend zusammengefasst: den Einfluss einer Person in der Blogosphäre, die alle Blogs und ihre Verbindungen umfasst, und ihr Einfluss in Wikipedia-Artikeln.

Die Position eines Vordenkers im Ranking kann daher auch von aktuellen Ereignissen beeinflusst sein, die ausgerechnet während des Beobachtungszeitraums eine besondere Aufmerksamkeit für die betreffende Personen geschafft haben.



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