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Googles neues Patent ermöglicht es, Dinge mit den Händen zu "liken"

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Google hat kürzlich eine neue Technik patentieren lassen: Mit ihr können Nutzer Dinge „liken“ – indem sie mit den Händen ein Herz um ein Objekt formen.

herz hand

Aus der Patent-Akte geht hervor, dass diese Geste dann auf einen „am Kopf befestigten“ Bildschirm (vermutlich die von Google entwickelte Internet-Brille Google Glass) übertragen wird. Der Computer erkennt und interpretiert die Geste, erstellt eine Abbildung und „reagiert dann, indem er eine bestimmte Aktion ausführt“. Zum Beispiel könnten auf diese Art und Weise Bilder in sozialen Medien geteilt werden. Das Patent trägt den schwammigen Namen „Hand-Gesten, um zu kennzeichnen, was wichtig ist“.

Aus dieser Technologie könnte ein Google-Glass-Modell entstehen, das durch Handzeichen kontrolliert wird - entweder komplett oder zusätzlich zu der verbalen oder haptischen Bedienung. Sollte Google diese Idee verwirklichen, könnte das Unternehmen tatsächlich die großen Erwartungen seiner Kunden an das Produkt Google Glass erfüllen.

Dieses Video vom Februar 2012 ist zwar nicht mehr ganz neu, vermittelt aber sehr eindringlich die Vision einer Zukunft mit Geräten wie Google Glass.

Die aktuelle Werbekampagne von Google Glass impliziert, dass das Headset vollkommen ohne manuelle Bedienungen auskommt. Allerdings sind viele Bedieneinheiten noch immer an Wischbewegungen auf einem Touchpad gekoppelt. Das Ergebnis dieser Mischung ist, wie der Web-Blog Engadget beschreibt, ein wenig „ungelenk“. Ein Interface, das Gesten erkennt, würde das Nutzungserlebnis verbessern.

Obwohl Googles neues Patent genehmigt worden ist, heißt das nicht, dass das Unternehmen es auch tatsächlich einsetzen wird. Da Google die Vorgänge bisher nicht kommentieren wollte, bleibt die Zukunft dieser Gesten-Steuerung und ihre Verknüpfung mit Google Glass reine Spekulation.

Vielleicht wird die „Herz“-Handbewegung lediglich das vorhandene Interface von Google Glass ergänzen. Oder es könnte für einen „Foto-zu-Produkt“-Service genutzt werden, wie Amazons Smartphone-App „Amazon Mobile“ ihn bereits anbietet. Dieser Service ermöglicht es, ein Foto von einem Produkt zu machen und es anschließend online zu finden. Genau so gut ist es möglich, dass Google mit dem Patent gar nichts anfangen wird.

Wir werden es einfach abwarten müssen. Aber wenn es dann kommt, können wir es mit einem Fingerherzchen „liken“.

Übersetzt aus der Huffington Post USA von Gina Louisa Metzler. Hier geht's zum Original.

Filed by Gina Louisa Metzler
 
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