Sie posten unzählige Selbstportraits, Fotos von ihrem Essen, ihren Babys oder ihren Haustieren. Sie lieben es. Oder vielleicht sind sie auch einfach nur Technik-abhängige Menschen, die es einfach nicht schaffen, ihre Geräte zur Seite zu legen. Nicht mal beim Abendessen. Wir alle kennen diese Menschen, leider. Manchmal sind wir diese Menschen.

Die Zeiten haben sich geändert und mit ihnen der Medienkonsum. Heutzutage checken die Menschen ihre Smartphones, E-Mails oder Facebook-Accounts fast zwanghaft. Eine Studie der Harvard Business School, an der 1.600 Manager und Fachleute teilgenommen haben, kam zu dem Ergebnis, dass 70 Prozent der Teilnehmer ihre Smartphones oder Computer innerhalb der ersten Stunde nach dem Aufstehen checken, während 56 Prozent angaben, dies vor dem Schlafengehen zu tun.

Die Kanadier sind die Meister dieses technologischen Lasters, denn laut dem Forschungsunternehmen eMarketer hatte das Land 2012 die weltweit meisten Nutzer von sozialen Netzwerken pro Kopf.

Unsere digitalen Geräte können heute viele unserer Bedürfnisse wie Unterhaltung, Arbeits-Hilfsmittel oder die Möglichkeit, mit Freunden oder der Familie in Kontakt zu treten, gleichzeitig erfüllen. „Wer zu viele Stunden mit Social Media oder Surfen im Internet verbringt, läuft Gefahr, dass andere wichtige Aspekte des Lebens ins Hintertreffen geraten“, sagt Organisationsberaterin Susan Borax.

Wer seine Freizeit oder die von anderen nicht wertschätzt, weist Zeichen von digitaler Abhängigkeit auf. Laut „Psychology Today“ betrifft das Menschen, die stundenlang surfen, ständig ihre E-Mails abrufen oder ausflippen, wenn sie ihr Handy einmal verlieren. Obwohl all die kleinen technischen Hilfsmittel entwickelt wurden, um uns zu helfen, sind sie auch in der Lage, ganz langsam große Teile unseres Lebens für sich einzunehmen.

Der beste Weg, stressfrei mit digitalisierten Geräten umzugehen, ist eine Balance zwischen dem digitalen und dem echten Leben zu schaffen. Eine Möglichkeit ist, das Telefon während der Arbeit am Nachmittag einfach für ein paar Stunden auszuschalten. Sie können auch versuchen, ihre Internetnutzung nach dem Abendessen ein wenig herunterzuschrauben oder Sie nehmen sich vor, das Smartphone aus dem Schlafzimmer zu verbannen.

Und jetzt fragen Sie sich selbst einmal: Wie viele schlechte (digitale) Angewohnheiten haben Sie? Hier sind die 17 nervigsten Ticks von Menschen im Internet.

Loading Slideshow...
  • #hört#auf#ständig#alles#zu#hashtaggen!

    <strong>Wer? </strong>Facebook oder Twitter-Nutzer, die ihren Nachrichten unnötige Hashtags hinzufügen. Denn das ist #einfachechtnervig <strong>Ein Tipp:</strong> Nicht alles ist ein Trend und muss mit einem Hashtag gekennzeichnet werden. Wenn ihr sicher gehen wollt, klickt auf den Hashtag und schaut euch an, wie viele Menschen ihn <em>tatsächlich </em>benutzen.

  • Selbstportraits bei jeder Gelegenheit

    <strong>Wer?</strong> All die Leute die ständig und überall Fotos von sich selbst machen, manchmal sogar mehrmals am Tag. <strong>Ein Tipp:</strong> Wir sagen ja nicht, ihr sollt für immer damit aufhören. Geht sparsam mit diesen Selbstbildern um und gebt euch ein wenig Mühe, wenn ihr sie knipst.

  • Ständig E-Mails checken

    <strong>Wer? </strong>Die meisten von uns tun das und sind sich dessen gar nicht bewusst. <strong>Ein Tipp:</strong> So verführerisch es auch ist, man muss lernen es loszulassen. Ein Anfang ist, sich von einigen Newslettern wieder abzumelden. Hilfreich sind auch Programme, die E-Mails filtern oder nach Stichworten ordnen, um den Zeitaufwand im E-Mail Posteingang zu senken.

  • Unnötige Facebook Status-Updates

    <strong>Wer? </strong>Ob es einfach zu viele Informationen sind, oder ein ständiges Beklagen über alles - Irgendwo in eurem Newsfeed taucht so etwas Belangloses auf wie: „Heute scheint die Sonne - wunderbar!" <strong>Ein Tipp: </strong>Wenn es in eurer Stadt einen Stromausfall gibt oder einen verheerenden Sturm, könnt ihr davon ausgehen, dass dieses Ereignis nicht nur euch betrifft. Wenn ihr also nichts Interessantes oder Aufschlussreiches zu sagen habt, übt euch in Zurückhaltung. Wenn ihr nicht anders könnt, postet ein besonderes Foto des Ereignisses oder sinnvolle Informationen, die anderen helfen könnten.

  • Nachrichten tippen, während man läuft

    <strong>Wer?</strong> Leute, die ihrem Umfeld keine Aufmerksamkeit schenken, während sie eine Nachricht schreiben. Texten, während man läuft oder Auto fährt, ist nicht nur nervig für die Leute um euch herum. Es ist außerdem sehr gefährlich! Die Zahl der Unfälle, die durch dieses Verhalten ausgelöst werden, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. <strong>Ein Tipp:</strong> Wartet mit der Nachricht, bis ihr euer Ziel erreicht habt. Wenn es sich um einen Notfall handelt, bleibt irgendwo stehen um euer Smartphone zu benutzen!

  • Zu viele Tweets

    <strong>Wer? </strong>Menschen, die Spaß daran haben, uns ständig daran zu erinnern, was sie zum Frühstück/Mittagessen/Snack/Abendbrot/Dessert hatten und all die anderen Dinge, die zwischen ihren Mahlzeiten passiert sind. <strong>Ein Tipp:</strong> Bleibt bei den Tweets, die etwas bedeuten und denkt einen Augenblick darüber nach, bevor ihr etwas in die Welt hinaus schreibt.

  • Freizügige Eltern

    <strong>Wer?</strong> Sorry, junge Eltern, diesmal seid ihr die Angeklagten. Viele frisch gebackene Eltern neigen dazu, Fotos von ihren weinenden oder lachenden oder schielenden Kindern, niedlichen Babybäuchen oder dem Chaos, das der Zögling im Wohnzimmer angerichtet hat, zu posten. <strong>Ein Tipp: </strong>Denkt nach, bevor ihr etwa veröffentlicht. Muss die Welt wirklich erfahren, wie euer Baby mit Karotten-Püree im Gesicht aussieht?

  • Musik ohne Kopfhörer

    <strong>Wer? </strong>Manche Leute hören in der Öffentlichkeit Musik, ohne ihre Kopfhörer zu benutzen. Es ist absurd zu glauben, dass jeder den selben Musikgeschmack hat wie ihr! <strong>Ein Tipp:</strong> Besorgt euch Kopfhörer! Und denkt an euer Umfeld, wenn ihr unterwegs seid.

  • Nicht jedes Gericht verdient es, fotografiert zu werden

    <strong>Wer? </strong>Hin und Wieder geht ihr in ein angesagtes Restaurant, oder eure Mutter kocht euer Lieblingsessen. Wenn ihr diese Erfahrung mit anderen teilen wollt, ist das okay! Aber ihr müsst nicht jede einzelne Mahlzeit des Tages mit Fotos dokumentieren. <strong>Ein Tipp:</strong> Wenn ihr euch für Kochen und Essen interessiert, versucht es doch einmal mit einem eigenen Blog zu dem Thema.

  • Telefone am gedeckten Tisch

    <strong>Wer? </strong>Früher wollten unsere Eltern, dass wir beim Essen die Ellenbogen vom Tisch nehmen. Heutzutage sind es die Telefone. Sie lenken nicht nur ab, sondern machen ein gemeinsames Abendessen zu einem weniger schönen Erlebnis. <strong>Ein Tipp:</strong> Dies ist ein sozialer Fauxpas. Blickkontakt während eines Gesprächs ist sehr wichtig. Checkt eure E-Mails nach dem Essen.

  • Betrunkene SMS

    <strong>Wer? </strong>Leute, die uns ihre "wahren Gefühle" nach einer Nacht voller Alkohol mitteilen. Häufig kommen diese Nachrichten bei Ex-Partnern, Kollegen oder anderen Leuten, die an besagtem Abend nicht dabei waren, an. Früher gab es betrunkene Anrufe, heute sind es Textnachrichten. <strong>Ein Tipp: </strong>Lasst es lieber sein. Ihr seid euch in einer solchen Nacht nicht über die Folgen eurer Nachrichten bewusst. Und wenn es um den Ex geht, müsst ihr vielleicht mit einer unangenehmen Antwort am nächsten Morgen rechnen.

  • 20 „Likes“ auf einmal

    <strong>Wer?</strong> Leute Bei Facebook oder Instagram, die sich dazu entscheiden, 20 Dinge auf einmal zu „liken" und dadurch unseren Newsfeed verstopfen. <strong>Ein Tipp: </strong>Vielleicht versucht ihr einfach nett zu sein, vielleicht merkt ihr auch einfach nicht, dass euer Verhalten uns nervt. Also, anstatt jedes einzelne Foto zu „liken“, drückt doch euer Wohlgefallen aus, indem ihr das ganze Album teilt.

  • Smartphones in Meetings

    <strong>Wer?</strong> Leute, die während eines Mettings E-Mails beantworten, mit ihren Handys spielen und Nachrichten an ihre Kollegen verfassen. Dieses Verhalten ist respektlos und lenkt andere Teilnehmer des Mettings ab. <strong>Ein Tipp:</strong> Geht aufmerksam mit euren Kollegen um, vor allem mit denen ,die einen Vortrag halten. Nehmt eure Smartphones gar nicht erst mit in ein Meeting.

  • Zu viele Fotos von Reisen und Konzerten

    <strong>Wer? </strong>Leute, die ständig ihre Handys herausholen um jedes Event, Konzert oder Erlebnis in einem Foto zu verewigen. Es ist auch einfach schöner, die echte Erfahrung zu machen, anstatt das Geschehen durch eine Kamera hindurch zu erleben. <strong>Ein Tipp:</strong> Heutzutage stellen die meisten Konzert-Veranstalter Fotos des Events online zur Verfügung. Was Reisen betrifft: Manchmal ist es viel schöner, die Kamera im Rucksack zu lassen und die Eindrücke bewusst zu genießen.

  • Zu viele Spiele

    <strong>Wer?</strong> Am Anfang war es vermutlich „Farmville“, heute ist es wahrscheinlich „Candy Crush“. Einladungen für solche Browser-Spiele sind nicht nur nervig. Wenn man sie tatsächlich herunter lädt, können sie viel Speicherplatz einnehmen. <strong>Ein Tipp:</strong> Räumt eure Apps ab und zu auf und löscht die Spiele, die ihr nicht mehr nutzt.

  • "Happy Birthday" Facebook-Nachrichten

    <strong>Wer?</strong> Leute, die sich nur bei uns melden, wenn wir Geburtstag haben. Und mit „bei uns melden“ meinen wir, dass sie uns ein halbherziges "Happy Birthday" auf die Wand schreiben. Das Schlimmste daran: Wir fühlen uns verpflichtet, am nächsten Tag etwas Nichtssagendes wie "Danke für all eure Lieben Glückwünsche!" zu posten. <strong>Ein Tipp: </strong>Gewöhnt euch dieses Verhalten nicht an. Wenn es kein guter Freund von euch ist, müsst ihr euch auch nicht schlecht fühlen, wenn ihr seinen Geburtstag ignoriert.

  • Die Welt wissen lassen, wo wir sind

    <strong>Wer?</strong> Alle, die uns ständig wissen lassen, wo sie gerade sind und mit wem. <strong>Ein Tipp: </strong>Privatsphäre ist heute ein wichtiges Gut. Passt als auf, wie oft ihr euren Ort angebt und was das für ein Ort ist.

Übersetzt aus der Huffington Post Canada von Gina Louisa Metzler. Hier geht's zum Original.