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Foxconn gibt Arbeitsrechtsverstöße in Chinesischer Fabrik zu

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FOXCONN
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Gegen das Elektronikunternehmen Foxconn sind erneut Vorwürfe erhoben worden. Diesmal geht es allerdings nicht um irgendein Apple-Produkt, sondern um Sonys neuste Spielekonsole Playstation 4.

Die „Dongfang Daily“, eine Tageszeitung aus Shanghai, berichtet, dass „tausende“ Studenten der Xi’an Technischen Universität dazu gebracht wurden, in der im chinesischen Yantai gelegenen Fabrik für Foxconn zu arbeiten. Die Arbeit für das Unternehmen geschah als praktischer Teil des Studiums, an dem die Studenten teilnehmen mussten. Denn wer das Programm früher abbrechen oder gar nicht daran teilnehmen wollte, musste mit Punktabzug rechnen. Im schlimmsten Fall hätten die Studenten ihr Diplom auf Spiel gesetzt.

Foxconn bestätigte am Donnerstag die Existenz eines solchen Programmes in Kooperation mit Quartz. Das Unternehmen bestätigte auch, dass die Studenten Nachtschichten und Überstunden machen mussten. Beides verstößt gegen die Firmenpolitik. „Es wurden sofort Maßnahmen ergriffen, um die Arbeit der Studenten mit unserer Firmenpolitik in Einklang zu bringen“, sagte Foxconn.

Die Berichte der Studenten malen ein düsteres Bild von der Arbeit. Es klingt nach dem schrecklichsten Praktikum, bei dem der Tag von Kisten schleppen und Etiketten kleben geprägt ist. „Ich fühle mich wie ein Roboter. Nach der Arbeit möchte ich nur noch schlafen“, sagt der Student Wang Yi Ran der Zeitung.

Die Universität bestätigte in einer Pressemitteilung die Teilnahme von 45 Studenten an dem Programm. Diese Fabrik von Foxconn ist kein unbeschriebenes Blatt. Bereits letztes Jahr hatte Foxconn Minderjährige in Yantai Nintendo und Wii U Konsolen zusammenbauen lassen.

Dieser Skandal um die Playstation 4 ist nur das jüngste Debakel in einer Reihe von Kontroversen um Foxconn. In der Vergangenheit gab es bereits negative Schlagzeilen, als herauskam, dass der Konzern bei der Herstellung von iPhone 5C, iPhone 5 und dem iPad seine Arbeiter ausnutzt.

Übersetzt aus der Huffington Post USA von Gina Louisa Metzler. Hier geht's zum Original.

Filed by Gina Louisa Metzler