Wir sollten sensibel sein. Viel zu viele höhlen gerade zentrale christliche Werte und Begriffe demagogisch aus. Laden sie völkisch auf, widmen sie um, missbrauchen sie für ihre Zwecke. Sie inszenieren eine Drohkulisse, bei der das imposante Bühnenbild einer Gefahr für abendländische Kultur und Hemisphäre gerade groß genug ist, um darin die reale, völlig nachvollziehbare Angst des besorgten Bürgers um sein überschaubares Umfeld zu betten. So bekommt die ganz persönlich empfundene Bedrohung jedes Einzelnen seine angemessene Dimension, speist sie sich doch nun mal aus der Überhöhung. Übersteigerung. Mystifizierung. Sie wird so lange irrationalisiert, bis keine rationalen Argumente mehr verfangen. Auch nicht in der Mitte der Bevölkerung.
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Es lässt sich Geld verdienen mit der Angst. Die wachsende Nachfrage und die Fülle der Hilfsangebote am Buchmarkt ist ein Indikator für die Instrumentalisierung von Hilfesuchenden.
Zwischen Ratgeberflut und medizinischer Behandlung hat sich eine breite Palette von scheinbaren Antworten auf gefühlte und reale Bedrohungen breit gemacht.
Sie wollten vor Krieg und Gewalt fliehen, um ein bisschen Sicherheit in Europa zu finden. Sie waren bis hier mehr als zwei Monate unterwegs und haben über 10.000 Euro bezahlt und scheitern jetzt an einem einzelnen Stacheldrahtzaun.
Der Weg in die offene Gesellschaft ist unsicherer, unbekannter und ungewisser als gedacht. Sicherheit, Vertrautheit und Gewissheit müssen neu definiert und errungen werden. Für den Einzelnen bedeutet die Auflösung der alten Begriffe und Gewissheiten, dass er lernen muss, einen anderen Begriff von Identität zu entwickeln.
Wie die Dresdener Politikwissenschaftler Hans Vorländer, Maik Herold und Steven Schäller in ihrem Buch über PEGIDA gezeigt haben, bietet diese Bewegung vor allem auch eine Gelegenheit, dem eigenen Problemdruck »an der frischen Luft Erleichterung zu verschaffen«.
Die belgischen Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3 produzieren eine Panne nach der nächsten. Unglaubliche 18 cm große Risse sind mittlerweile in den Reaktorwänden entstanden. Jetzt machten die Atommeiler auch noch im Zuge der Terrorgefahr Schlagzeilen.
Genschman ist tot. Man kann das nicht glauben. Der Mann, der alle Gefahren eines Jahrhunderts getrotzt hatte, der als Herzinfarktpatient die Wiedervereinigung ermöglichte? Der Mann, dessen Schicksal die politische Geschichte der Bundesrepublik Deutschland spiegelt?
Es ist nur ein kleiner Satz, über den sich viele gar nicht erst aufregen würden. Aber wenn man solchen Situationen als frischgebackene Mama fast täglich ausgesetzt wird und ohnehin schon mit dem Problem zu kämpfen hat, ist das ziemlich belastend.
Terrorismus schürt Angst, Populismus profitiert von ihr und pflegt sie daher. Das sind die Koordinaten, die uns dieser Tage als erstes in den Sinn kommen, wenn wir über die Profiteure der Angst nachdenken. Aber die Sache mit der Angst, welche wir haben und warum, ist ein wenig komplizierter.
59,2 Prozent der Kinder haben nur einen Namen, 37 Prozent erhielten einen Doppelnamen. Drei Namen bekamen nur 3,5 Prozent der Kinder verliehen, noch mehr waren es lediglich bei 0,3 Prozent der Neugeborenen in 2015.
Stevia ist im wahrsten Sinne des Wortes in fast aller Munde. Es wird als Zuckerersatz gepriesen, angeblich ein natürlicher Zuckerersatz. In Wirklichkeit industriell verarbeitet und demnächst vielleicht aus dem Genküche.
Immer wieder wird in Deutschland mehr Mut gefordert. Vor allem Bundespräsidenten fühlen sich zu einem solchen Appell berufen. Man erinnere sich an die Ruck-Rede von Herzog aus dem Jahr 1997.
Die Zahlen sind alarmierend. Jeder vierte Arbeitnehmer hierzulande kann schon vor Erreichen der Altersrente nicht mehr voll arbeiten. Zumindest die finanziellen Folgen lassen sich aber absichern.
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Tunesiens Jugend stand mit an vorderster Front, als das Land zu Jahresbeginn 2011 sein verknöchertes autoritäres Regime abwarf und einen demokratischen Aufbruch wagte. Doch nach fünf Jahren langwieriger Transition, die von einer fortdauernden wirtschaftlichen Flaute begleitet wird, machen sich Frustration und politische Apathie gerade auch bei jungen Menschen breit.
Nicht erst seit der Silvesternacht von Köln profitieren Verkäufer von Pfefferspray und Gaspistolen von der Angst. Wie jedes Gefühl ist auch die Angst marktfähig und marktgängig. Insofern keine Frage: Angst ist ein lukratives Geschäft.
Auch wenn in vielen Bundesländern gerade Ferien sind: Digitale Bildung ist ein Thema, über das die Politik sich Gedanken machen muss. Digitale Bildung ist bereits heute allgegenwärtig - und deswegen besonders wichtig.
In der Politik gelten Mittsechziger oft als "Jungspunde"; um Präsident zu werden, hilft es dagegen, bereits auf ein langes Leben zurückblicken zu können. Der aktuelle, Tabaré Vázquez, ist 76, sein Vorgänger José „Pepe" Mujica hatte sich mit 75 zum Staatsoberhaupt küren lassen.
„Und am Ende der Straße steht ein Haus am See. Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg. Ich hab 20 Kinder, meine Frau ist schön. Alle komm'n vorbei, ich brauch' nie rauszugehen..." singt Peter Fox in seinem Song „Haus am See".
EW!
WHY?
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